Das erste Teleskop

Eines gleich vorweg: NIE EBAY, NIE KAUFHAUS.
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es sei denn sie sind ihrem Geld böse! Nichts gegen Ebay oder Kaufhaus, aber als Einsteiger sind Sie überfordert Qualität von Schrott zu unterscheiden... ist einfach so, da beist die Maus keinen Faden ab. Wie komme ich jetzt auf Maus....Niko halt die Klappe... oder hol Dir eine Maus...du ...du...Kater!

WARUM BRAUCHE ICH EIN TELESKOP

...um Katzen zu verdreschen. Nöö, sowas tue ich doch nicht unserem Niko an...oder doch?????

Teleskope sind primär nicht dafür da Katzen zu verkloppen, auch nicht um Dinge größer erscheinen zu lassen, sondern um Licht zu sammeln. Das Teleskop bündelt das einfallende Licht einer größeren Fläche in ihr Auge. Dadurch erscheinen Objekte heller. Die eigentliche Vergrößerung eines Objektes wird erst im Okular gemacht. WikiPedia erzählt ihnen auch hier mehr und tiefergreifend zu dem Thema, u.A. auch darüber wie man maulenden Katern beikommt. Teleskope sind dafür definitiv nicht geeignet. Okulare?

Ein Teleskop ist ein optisches System, welches Licht auf einen Brennpunkt konzentriert, ähnlich ihrer Leselupe.

Wie, sie haben keine Leselupe? Na, das ist aber jetzt fatal! Ok, dann nehmen sie ihre Brille...auch nicht? Jetzt wirds kitschig! Ok, dann stellen sie sich halt eine Leselupe vor, und zwar ohne "datt kann ich nicht"!
Sie kennen das ja, wenn man eine Leselupe in einen Sonnenstrahl hält. Am Brennpunkt wird es heiss. Und je größer die Lupe, desto heisser wird es. Größere Lupe heist, daß die Linse einen größeren Durchmesser hat. Diesen Durchmesser nennen wir "Öffnung". Die Helligkeit des gebündelten Lichtes entspricht also der Öffnung, je größer desto heller. Da die Sonne aber sehr starkes Licht ausstrahlt, wird es am Brennpunkt, dem Fokus, auch sehr heiss. DAHER:

NIEMALS MIT EINEM TELESKOP IN DIE SONNE SCHAUEN..das kostet ihr Augenlicht, sie werden blind.

Ein Teleskop sammelt also Licht. Und da fast alle Objekte jenseits unseres Planetensystems so unendlich weit weg sind, kommt auch nur wenig ihres Lichtes bei uns an. Dieses Licht müssen wir also verstärken. Und das geht am Besten mit einem Teleskop...je größer, je besser.

Teleskope haben aber noch eine Eigenschaft. Sie können Objekte vergrößern. Abhängig von ihrer Brennweite, also dem Abstand von "Linse" zum Fokus, vergrößern sie verschieden stark. Sie kennen das von ihrem Fotoapperat. ein 23mm-Objektiv bildet zwar mehr Landschaft ab, aber das Pferdchen auf der Wiese ist doch arg mickrig. Das 200mm-Tele zeigt zwar sehr schön das Pferdchen, aber wo sind die Berge hin???? Diesen Effekt, daß je mehr man vergrößert desto kleiner wird der Bereich den man überschauen kann, wird bei uns Astronomen Bildfeld genannt. Das Bildfeld ist wichtig für das, was man beobachten will.

Okulare vergrößern dann noch einmal das Bild, welches vom Teleskop im Fokus ebgebildet wird.

Einfache Regel: Brennweite des Teleskops durch die Brennweite des Okulares ergibt die Vergrößerung. Beispiel: Sie haben ein Teleskop mit 1000mm Brennweite und ein Okular, wor 20mm drauf steht. 1000/20 ergibt 50-fache Vergrößerung.

Und noch eine ganz einfache Regel: Vergrößerunge über dem 2-fachen des Optikdurchmessers in mm sind blanker Unsinn. Das Bild wird zwar vergrößert, es kommen aber keine weiteren Sachen zum Vorschein...es ist nur größer und flauer! Vergrößerungen über 200fach sind bei uns eher selten anzuwenden, für über 400fach muss man schlicht in die Alpen und eine tolle Nacht erwischen. Alles was darüber ist, kann nur noch am Mond oder den Planeten benutzt werden.

Ach noch etwas: Nachts sind alle Katzen grau...will heissen, nur wenn viel Licht in ihr Auge fällt können sie Farben erkennen. Niko ist schwarz! Viel Licht gibt es in der Astronomie aber nicht, sie bewegen sich immer im Grenzgebiet zwischen sehen und unsichtbar. DAHER IST ALLES WAS SIE IM TELESKOP SEHEN GRAU...aber es gibt Ausnahmen, wie z.B. unsere Savanna, die mal in meinen Teleskoptubus gekrabbelt ist. Savanna ist dreifarbig und flust!

OK, ICH WILL MOND GUCKEN

Den Mond kann man eigentlich immer beobachten. Z.B. zeigt ihnen eine 200fache Vergrößerung schon feine Details der Krater, ihre Wände, Rillen und kleinere Krater in deren Mitte...
Dummerweise ist der Mond aber auch grau, obwohl er soviel Licht aussendet bzw. von der Sonne reflektiert. Der Mond ist eben ein grauer Felsbrocken.

UND PLANETEN!

Planeten kann man aufgrund ihrer Helligkeit eigentlich auch immer beobachten. Für Planeten braucht man aber sehr hohe Vergrößerungen, jenseits der 200fach. Und Planeten sind leicht farbig. Nun taucht aber schon das erste Problem auf, eines von Vielen. Hohe Vergrößerungen vergrößern auch die Luftunruhe. Die schönen blinkenden Sterne, von Oma immer so toll empfunden, sind für uns Astronomen ein Zeichen dafür, daß die Luftschicht über uns in Bewegung ist. Sie kennen das Flirren im Sommer auf der Strasse, über uns geschieht das Gleiche, nur ist es da etwas kühler. Das was man beobachten will verschwimmt, scheint umherzutanzen usw. Da kann man keine Details erkennen. Und ruhige Nächte mit ausgezeichnetem "Seeing", so nennen Astronomen die Auswirkung der Luftunruhe, also eine klare Nacht, wo die Sterne nicht rumtanzen, sind sehr selten. Und um Planeten mit 300 oder 400facher Vergrößerung zu betrachten, braucht es ungewöhnlich gute ruhige Nächte. Ich habe in 6 Jahren erst 3 erlebt, und das wo ich durchschnittlich 50Nächte im Jahr draussen bin.

Hier ist meist Schluss mit den Anforderungen die ein Einsteiger an ein Teleskop stellt. Denn um mehr zu betrachten zu können braucht man doch riesige Teleskope, oder?

Nein, das braucht man nicht! Erinnern wir uns des zuvor gelesenen. Ein Fernglas zeigt mir schon 100 mal mehr Sterne als ich mit dem blossen Auge sehen kann. Schaut man mit dem Fernglas genauer hin, sieht man schon die ersten Sternhaufen und Galaxien, auch die ersten Nebel kommen ins Blickfeld.
Aber: Sterne sind Lichtpunkte. Kein Teleskop der Welt kann einen Stern, der eine Sonne ist wie die Unsere, als ein Scheibchen darstellen. Es sind und bleiben Punkte, wahnwitzig weit entfernte Sonnen.
Galaxien bestehen aus Milliarden solcher Sonnen. Aber das, was man mit dem Fernglas sieht, ist doch nur ein grauer matschiger Fleck. Und die Sternhaufen, bzw., das was sie sein sollen, sind doch auch nur matschige Flecken. Eigentlich ist alles was interessant sein könnte ein matschiger Fleck.

Hier kommt eine weitere Eigenart eines Teleskops zum Tragen, die Auflösungsfähigkeit. Abhängig von der Öffnung können Teleskope zwei nahe beieinander liegende Punke als zwei Punkte zeigen. Bei kleinen Teleskopen müssen die Punkte weit auseinander liegen um als zwei Punkte gesehen werden zu können, bei größeren Teleskopen können diese Punkte wesentlich näher beieinander liegen. Je größer das Teleskop, desto näher können diese Punkte beieinander liegen. Der Sternhaufen im Feldstecher ist deswegen matschig (und zwar unabhängig von der Vergrößerung), weil die Optik nicht in der Lage ist diesen Haufen in Einzelpunkte aufzulösen. Dafür braucht es Optiken mit größerer Öffnung. Aber selbst riesengroße Teleskope können nur bis zu einer bestimmten Grenze dies tun, denn die Luftunruhe begrenzt dies.

ABER WELCHES TELESKOP IST DANN SINNVOLL?

Die Frage wollen wir hier einmal umformulieren: Welche Art des Teleskops ist für den Laien sinnvoll.
Ein Amerikaner hat mal daruf geantwortet: Das Größte was man sich leisten kann. Und so ganz unrecht hatte er nicht, aber typisch amerikanisch übertrieben. Lassen Sie uns auf den nächsten Seite dies einmal genauer beäugen!

Übrigens mich starren gerade zwei gelbe runde Augen an die da bedeuten: Mampfen, futtern, den Bauch vollschlagen, reinhauen oder wie die Katze es ausdrücken würde: Mein lieber Büchsenöffner, schwing deinen Hintern in die Höhe, mach ne Büchse auf und zwar zackig!