Pfui! Autoguider sind unsportlich! Ok, die einen mögen es, ich nicht. Wieder Kabel, Läppi usw.. Und wenn eine Maschine meine Bilder macht, dann kann ich doch gleich welche bei der ESA downloaden...runterladen. Wo bleibt denn da der Spass? Aber mal im Ernst, früher haben die Jungs auch stundenlang belichtet und sich die Augen am Fadenkreuzoku verbogen. Und sie waren glücklich mit ihren Ergebnissen. Heute werden mittels autoguider Bilder einfach produziert.

Sorry, nicht meine Welt, es sind dann nicht meine Bilder!

Bisher habe ich auch immer so gedacht, und einige Jahre ging das auch gut. Nur kommt irgendwann der Wunsch nach längeren Belichtungszeiten auf, gerade auch wenn es um längere Brennweiten oder Schmalband-Aufnahmen geht.

Also gut, Schande über mein Haupt, ich hab auch Einen! Welchen? Ich habe mir die ALCCD5, alias QHY..oder so, gekauft. Amis kaufen die Kamera als Orion-Starshoot-Autoguider!
Wie auch immer, die Kamera ist empfindlich genug, um über meinen ED80 fast immer einige Leitsterne zu zeigen. Allerdings, wer glaubt damit wären alle Probleme gelöst, geht schweren Zeiten entgegen.

Es gibt so viele Problem mit dem Autoguiding, daß ich schon manches mal wieder gerne mein Fadenkreuzoku rausgekramt hätte, dennoch geht an den Biestern kein Weg vorbei, wenn man "tiefe" Aufnahmen machen will. Die Bilder NGC7023 und IC1396 im Cepheus sind die ersten brauchbaren Bilder die mit dem Setup entstanden sind. Aber, wären da nicht so klitzekleine Probleme wie Leitrohrschifting, zu weiche Tubusschellen sowie einige noch nicht genau spezifizierte Probleme, gäbe es auch runde Sterne. Doch dazu später mal mehr...wenn ich weis was los ist!